Freitag, 27. April 2007

KILLerspiele im Kreuzfeuer

Nächste Runde im Kampf um die totale Ausrottung der Killerspiele.
Golem.de berichtet über das Thema Killerspiele im Unterausschuss "Neue Medien" des Bundestages.

Es gibt sowohl positive Meinungen u.a. von Prof. Hartmut Warkus, Leiter des Zentrums für Medien und Kommunikation an der Universität Leipzig:
Nicht die Spiele seien das Problem, so Warkus. Es seien die Erwachsenen, die das Medium nicht verstehen, da sie nicht selbst spielen. Daher sei es auch falsch Spiele zu verbieten, die aktuellen Regelungen dahingehend seien sehr weitreichend: "Wenn ein 12-Jähriger Counterstrike spielt, hat ein Erwachsener versagt.".

Sowie auch viele bekannte negative Aussagen von Prof. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen:
Zur Einführung in das Thema "Killerspiele" zeigte Prof. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, einige Szenen aus GTA - San Andreas und der Pate. Er betonte eine Szene aus GTA, in der es eine Belohnung für eine besonders brutalen Mord gebe.

Für Herr Pfeiffer sind natürlich erst nach diesen Killerspielen die Behörden schuld das diese Spiele so verbreitet sind und soviel Anklang haben. Weiterführend fordert er folgendes:
Pfeiffer hingegen hält dies nicht für wirksam genug und fordert mehr Indizierungen. Das damit einhergehende Werbeverbot sorge dafür, dass den Jugedendlichen die Titel kaum bekannt und somit auch nicht zu einem "Objekt der Begierde" werden.

Hat dieser Mensch überhaupt schonmal so ein Spiel gespielt, bzw. sich schon einmal im Internet etwas weiter bewegt als über die .de Seiten hinweg?
Werbeverbot?
OK, das hat allerdings auch die Käufer von Q3, Q4 u.a. Spielen dieser Art nicht mehr aufgehalten.
Gegen Ende fasst es nun doch einer mal in vernünftige Worte:
Christoph Waitz (FDP) fasste die Diskussion letztendlich folgendermaßen zusammen: Was wir derzeit machen ist eher ein "Herumdoktorn am Symptom, das Problem ist die soziale Verwahrlosung unserer Gesellschaft und dort müssen wir ansetzen."